28. Januar 2012

Knöpfe zur Garnitur von Roben, Mänteln, Jacken u.s.w.

Quelle : Der Bazar, 1868.
Bild bitte anklicken um die Knöpfe größer zu sehen.


"Die Abbildungen Nr. 49 - 57 zeigen Knöpfe, welche sich zur Garnitur an Jacken, Roben, Mänteln, Kleidern u.s.w. eignen und leicht angefertigt werden können. Sämmtliche hier gegebenen Knöpfe bestehen aus flachen, runden Holzformen, welche mit Stoff bekleidet und theils mit Stickerei verziert, theils mit Seide, Soutache und Schnur überschnürt sind.

Abbildung Nr. 49. Knopf mit braunem Taffet bekleidet und kreuzweis mit feiner brauner Seidenschnur und Guimpe überschnürt. Im Mittelpunkt ein Knoten aus Seidenschnur.

Abildung Nr. 50. Knopf mit pensée Kaschmir bekleidet. Sie Musche im Mittelpunkt ist mit pensée Cordonnetseide über einer Unterlage von Carton gestickt. Ringsum ist die Musche von Knötchen umgeben, welche mit derselben Seide gestickt sind.

Abbildung Nr. 51. Knopf von grauem Taffet. Die Sternfigur ist mit dunkelgrauer Cordonnetseide im point russe gestickt.

Abbildung Nr. 52. Knopf von braunem Taffet, mit brauner Cordonnetseide im Languettenstich in der Weise der Abbildung verziert. Abbildung Nr. 52 und 53 lehrt die Ausführung der Stickereiverzierung. Man macht dazu erst nach Abbildung in regelmäßigen Zwischenräumen von 1 Centimeter 9 kleine Vorstiche; alsdann umschürzt man jeden Faden nach Abbildung mit einem Languettenstich, von links nach rechts arbeitend, und so, daß die Spitze der Nadel stets nach dem Mittelpunkt des Knopfes hin gerichtet ist. Man fährt so tourenweise fort, in jeder neuen Tour die Fäden der vorherigen Touren mit umschürzend.

Abbildung Nr. 54. Knopf von grauer Alpacca. Der Stern darauf ist mit grauer, feiner Seide hergestellt. Man spannt dazu erst nach Abbildung Nr. 55 in regelmäßigen Zwischenräumen mit Nähseide 8 Fäden und umwindet diese dann in der Weise der Abbildung mit grauer, nicht zu feiner Nähseide. Ist die Oberfläche des Knopfes fast bis zum Außenrande von der Seide gedeckt, so umfaßt man je zwischen zwei der 8 gespannten Fäden sämmtliche Schürzfäden mit einem Stich und zieht diese dicht zusammen, so daß die auf Abbildung Nr. 54 ersichtliche Sternfigur sich bildet.

Abbildung Nr. 56. Die Herstellung dieses Knopfe ist der vorigen sehr ähnlich. Es werden auch hier auf der Oberfläche des Knopfes 8 Fäden gespannt und diese dann in der Weise der Abbildung Nr. 57 umschürzt, so daß die 8 Fäden später als erhabene Rippen hervortreten."

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