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05 April 2023

Blondier-Tipp für Haare anno 1682

Heute schafft es eine - bitte nicht nachzuahmende - Anleitung zum Erblonden der Haare in unsere Kuriositätensammlung. 1682 weiht ein Autor mit dem bescheidenen Namen Antonii le Grand in seinem Buch "Curieuser Erfoscher der geheimen Natur" seine Leser in seine "fruchtbaren Beobachtungen" ein. 

Wir lassen an dieser Stelle weitere spannende Themen im Ratgeber wie "Kuh-Koth heilet das Grimmen" und "Wie man viel Knäblein zeugen soll" beiseite und wenden uns der Überschrift "Auf was weis man der Weiber Haar gelb färben könne" zu.

"Die Weiber halten sehr viel auf den Haar-Schmuck und haben nichts lieberes als wann seibige gelb seyn." teilt le Grand mit, und lässt die Damen mit diesem Begehren nicht im Stich: "Ich will eine Art eröffnen, woduch sie ihren Wunsch erreichen."

ca. 1680, Unidentified painter, Public domain, via Wikimedia Commons

Es folgt das Rezept für goldblondes Haar, beginnend mit der Zutatenliste:

"Rhababarn einer Bohnen groß, Foenu graec.Wilden Saffran, Süßolz, Taback, Pomeranzen-Schalen, q.v. Waeitzen-Stroh ingleichen diesen füge bey Aichen-Aschen und kochs drey finger hoch ein, damit wasch die Haar, so werden sie so gelb davon werden als Gold."

 



Wie eingangs schon geschrieben: Bitte nicht nachmachen und einfach nur lächelnd zur Kenntnis nehmen, dass die Damen damals blonde Haare offenbar schätzten und nach kreativen Lösungen suchten, um die gewünschte Farbe zu erlangen. ;-)

15 September 2021

Ein kleiner Kopfputz für die Rokoko-Frisur

Dieses Tüllhäubchen, das ich gerne zu meinen Francaise-Kleidern trage, ist als kleine Bastelei zwischendurch entstanden. In meiner Restekiste befanden sich ein breites Stück Tüllstickerei, ein geerbtes Klöppeldeckchen und ein Meter Spitzenband. 

 
Die zusammengeraffte Tüllstickerei wurde mit dem Klöppeldeckchen locker verbunden, so daß das Häubchen schön fluffig ist. Das Spitzenband ist zur Schleife gelegt und auf dem Deckchen festgepunktet. Die Enden der Bänder hängen auf den Rücken herab.