25 November 2021

Kostümkunde-Wörterbuch: Schute

Bei der Schute handelt es sich um eine haubenartige Kopfbedeckung, deren mehr oder weniger waagerechter Schirm das Gesicht umrahmt. Sie war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts modern, aber man findet ähnliche Kopfbedeckungen auch schon im 15. und frühen 16. Jahrhundert in den deutschen Küstengebieten. 

Je nach Modeepoche zeigt sich die Schute mal klein und dezent, z.B im Spätbiedermeier, oder groß und ausladend wie in den 1830er Jahren.

Interessant ist, daß sich der Begriff "Schute" erst einbürgerte, als diese Art der Kopfbedeckung schon unmodern geworden war. Man vermutet, daß sich die Bezeichnung von dem gleichnamigen Schiffstyp herleitet, welcher einen weit ausladenden Vordersteven besitzt. In den damaligen Modezeitschriften wird die Schute häufig Capote genannt. 

 

 

Nachgearbeitete Schute im Stile der 1840er Jahre.


Nachgearbeitete Schute aus den 1830er Jahren.


 
Nachgearbeitete Schute aus der Empirezeit.